Link zur Vergangenheit
Endlich, nach über zwei Jahren in meiner jetzigen Wohnung, geht mein Computer wieder online. Ich suche hier und dort, klicke mal an diesem Ort und mal an jenem – und entdecke in den gespeicherten Favouriten mich selbst, meine Interesse, den Spiegel des von mir erschaffenen Menschen ‘Feuerkind’ – vor zwei Jahren.
Ich muss schlucken.
Websiten sind verschwunden, von denen ich geschworen hätte, dass sie für immer da sein werden. Das Outfit einer anderen Seite hat sich derart verändert, daß ich ahne, daß die Person hinter ihr wohl auch nicht mehr diesselbe ist. Das ist sie dann auch nicht – die Site ist ihr posthum gewidmet.
Namen tauchen auf, Bilder, Emailadressen und dahinter die Erinnerung an Menschen, die ich lange nicht mehr getroffen habe. Plötzlich wallt schlechte Gewissen auf…man hätte sich ja melden können. Oder hätten die sich mal melden können? Oder ist dieser ganze Gedankengang unnütz, weil Nichts auf Dauer angelegt ist?
Ich werde noch ein paar Tage brauchen, um Abends in Ruhe durch diese Gallerie der Erinnerung zu wandeln. Und ich merke doch, daß ich jetzt, nach so manchem Schreck, über mich selbst lächeln muss. Veränderung ist nichts, vor dem man erschrecken sollte. Sie zeigt lediglich den Weg, den man hinter sich gebracht habe. Wie erfolgreich? Das wird sich, in meinem Falle, wohl irgendwann zeigen. Vielleicht in zwei Jahren, wenn ich wieder meine Favouriten duchstöbere und mich erinnere….